Die Verbände hinter KOVAMO
Vier bundesweit aktive migrantische Verbünde mit besonderer Nähe zu ihren Communities arbeiten im Projekt KOVAMO zusammen. Gemeinsam stärken sie Zugänge zu Arbeit, Ausbildung und beruflicher Orientierung.
Vier Perspektiven, ein gemeinsames Ziel
Die Projektpartner bringen unterschiedliche Community-Zugänge, fachliche Schwerpunkte und bundesweite Netzwerke in KOVAMO ein.
BV NeMO e.V.
Bundesweiter Dachverband mit rund 800 Organisationen in 21 lokalen Verbünden.
DaMigra e.V.
Bundesweiter Zusammenschluss von Migrantinnenorganisationen mit intersektionalem Ansatz.
VAFO e.V.
Bundesweiter Zusammenschluss gemeinnütziger Vereine für die Afghanistan-Diaspora.
VDSH e.V.
Bundesweite Vertretung syrisch-deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen.
Die Organisationen im Überblick
Jeder Verband bringt eigene Community-Zugänge, Erfahrungen und Schwerpunkte ein. So entsteht ein Verbund, der bundesweite Struktur mit lokaler Nähe verbindet.
BV NeMO e.V.
Der Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen (BV NeMO) ist ein bundesweit tätiger Dachverband, in dem rund 800 Organisationen in 21 lokalen Verbünden in 10 Bundesländern zusammengeschlossen sind.
Seit seiner Gründung verfolgt BV NeMO e.V. das Ziel, die gesellschaftliche und politische Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte zu stärken und migrantische Perspektiven sowie teilhabepolitische Expertise dauerhaft in Politik und Gesellschaft zu verankern.
Der Verband ist basisdemokratisch organisiert. Die strategische Ausrichtung erfolgt durch einen neunköpfigen Vorstand, der von Vertreter*innen der Mitgliedsverbünde gewählt wird. Die operative Arbeit wird durch einen geschäftsführenden Vorstand umgesetzt, der Bedarfe aufgreift, Maßnahmen koordiniert und die Weiterentwicklung des Verbands steuert.
Die lokalen Verbünde arbeiten eigenständig und gemeinnützig auf kommunaler Ebene. Sie vertreten die Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte vor Ort und wirken gleichzeitig aktiv im Bundesverband mit. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist, dass Migrant*innenorganisationen im Zentrum der Verbundstruktur stehen und der Netzwerkcharakter erhalten bleibt.
Regelmäßige Mitgliederversammlungen und Austauschformate ermöglichen gemeinsame Abstimmungen zu strategischen Schwerpunkten und Maßnahmen. Dabei werden unterschiedliche lokale Bedarfe berücksichtigt und durch passende Fort- und Weiterbildungsangebote unterstützt.
Seit 2020 legt der Verband einen besonderen Fokus auf die Weiterentwicklung seines migrations- und teilhabepolitischen Profils. Zentrale Schwerpunkte sind die Stärkung migrantischer Organisationen, der Einsatz gegen Rassismus und soziale Ungleichheiten sowie die Förderung einer solidarischen Migrationsgesellschaft in Deutschland und Europa. Zudem arbeitet NeMO mit dem kommunalen Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ in gemeinsamen Projekten zusammen.
DaMigra e.V.
Der DaMigra – Dachverband der Migrantinnenorganisationen e.V. ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Migrantinnenorganisationen und setzt sich für die gleichberechtigte politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung ein.
Als unabhängiger, feministischer Dachverband vertritt DaMigra die Interessen seiner Mitgliedsorganisationen auf Bundesebene und bringt deren Perspektiven aktiv in politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse ein. Die Arbeit basiert auf einem intersektionalen Ansatz, der Mehrfachdiskriminierungen sichtbar macht und strukturelle Ungleichheiten gezielt adressiert.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Stärkung von Migrantinnenorganisationen als politische Akteurinnen sowie auf der Förderung von Empowerment, Selbstorganisation und aktiver Partizipation. Gleichzeitig schafft DaMigra Räume für Austausch, Vernetzung und Wissensentwicklung und entwickelt praxisnahe Ansätze zur Verbesserung von Lebens- und Teilhabechancen.
Durch die enge Anbindung an vielfältige Communities und langjährige Projekterfahrung verfügt DaMigra über fundierte Expertise in den Bereichen Antidiskriminierung, Arbeitsmarktintegration, Bildung, Gesundheit und Gewaltschutz.
VAFO e.V.
Der Verband afghanischer Organisationen in Deutschland (VAFO) ist ein bundesweiter Zusammenschluss gemeinnütziger Vereine, die sich für die Afghanistan-Diaspora in Deutschland einsetzen. Ziel ist es, Organisationen zu vernetzen, gemeinsame Anliegen zu bündeln und der Community eine starke Stimme zu geben.
Gegründet wurde VAFO im August 2020 nach einem längeren Prozess gemeinsamer digitaler Abstimmungen, in dem der Wunsch nach einem bundesweiten Dachverband für afghanische Organisationen umgesetzt wurde.
Deutschland ist nach den USA eines der wichtigsten Zielländer für Migration. Rund ein Viertel der Bevölkerung hat eine Einwanderungsgeschichte. Ein bedeutender Teil davon ist die Afghanistan-Diaspora, die in Deutschland nach dem Iran, Pakistan und Saudi-Arabien die viertgrößte weltweit bildet. Zur Diaspora gehören afghanische Staatsbürgerinnen, eingebürgerte Personen mit afghanischer Einwanderungsgeschichte sowie deutsche Staatsbürgerinnen mit mindestens einem Elternteil aus Afghanistan.
VDSH e.V.
Der Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine e.V. (VDSH) ist die bundesweite Vertretung syrisch-deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen. Gegründet im Jahr 2013, vereint der Verband derzeit 32 Mitgliedsvereine unterschiedlicher Größe aus ganz Deutschland unter einem Dach. VDSH ist politisch unabhängig, Teil einer demokratischen und vielfältigen Zivilgesellschaft und steht für religiös-weltanschauliche Neutralität.
Die Mitgliedsorganisationen unterscheiden sich in ihren Entstehungsgeschichten und Arbeitsschwerpunkten, verfolgen jedoch ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Lebenssituation von Syrer*innen in Syrien und in der Diaspora sowie die aktive Gestaltung einer besseren Zukunft durch gemeinschaftliches Engagement.
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Erfahren Sie mehr über das Projekt, die Teilprojekte und die gemeinsamen Ziele des Verbunds.